Tiergestützte Therapie

WAS ist ein Therapiebegleithund bzw. ein Therapiebegleithundteam?

Therapiehunde tragen keinen weißen Kittel, stellen keine Anforderungen und haben keine Erwartungshaltung. Sie nähern sich unvoreingenommen und akzeptieren jeden Menschen ohne Vorurteile. Sie schenken Vertrauen und sind auch vertrauenswürdig. Sie vermitteln Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Sie reagieren sensibel auf Stimmungen und Gefühle. Sie motivieren zum Leben.

Sie sind keine Wunderheiler. Sie sind kein Mittel zum Zweck. Sie sind kein Therapieersatz.

Sie sind zu schützen.

 

Therapiehunde sind die Begleiter von Menschen. Menschen, die sich und ihren Hund ausgebildet haben - zum "Therapiehunde-Team". Gemeinsam unterstützen sie die therapeutische und pädagogische Arbeit von Fachkräften - ihr Wirkungskreis ist umfassend.

Der Einsatz eines "Therapiehunde-Teams" ist eine - noch - weit unterschätzte Ergänzung von pädagogischen und therapeutischen Maßnahmen in den unterschiedlichsten Institutionen und Einrichtungen.

 

Ein absolut treffender Auszug aus  "Das Therapiehunde-Team" von Inge Röger-Lakenbrink,  siehe auch Buchtipps!

WOZU ein Therapiehund?

  • Tiere schaffen eine positive & wertfreie Atmosphäre.
  • Der Mensch übernimmt die Herzfrequenz des Hundes, beruhigt & entspannt sich.
  • Der Hund regt das zentrale Nervensystem des Menschen positiv an.
  • Mobilisationssteigerung, Spasmen können sich lösen.
  • Tiere motivieren zur geistigen Aktivität & Konzentration.
  • Blutdrucknormalisierung. 
  • Abbau von Ängsten & Stress.
  • Erhöhte Endorphinproduktion.
  • Steigerung des Selbstwertgefühles.     
  • Fördert soziale Kontakte & Integration sowie Regelakzeptanz.
  • Tiere lassen sich mit allen Sinnen wahrnehmen.

Für WEN sind Therapiehunde sinnvoll?

Die Zahl der Menschen, die gemeinsam mit Pferd, Hund oder beispielsweise auch Kleintieren bereits erfolgreich anderen Menschen helfen, nimmt beständig zu. Doch auch der Bedarf steigt parallel dank der zunehmenden Popularität.

In folgenden Bereichen ist die Arbeit mit Therapietieren sinnvoll und wird inzwischen auch deutschlandweit schon praktiziert:

  • im ambulanten wie stationären Bereich der Altenhilfe (Besonders möchte ich hier auf die positiven Erlebnisse und Erfahrungen bei dementiell veränderten Menschen hinweisen!)
  • Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Psychatrische Kliniken
  • in der Behindertenarbeit (ambulant wie stationär)
  • im Bereich der Pädagogik (Kindergärten, Schulen, Sonderschulen, Kinderheime)
  • zur Sterbebegleitung (z.B. in Hospizen)
  • in der Psychotherapie
  • zur Unterstützung bei Ergotherapie, Logopädie oder Krankengymnastik